Maritime Reize und Thalasso zum Reinschnuppern
Der Begriff „Thalasso“ stammt vom griechischen Wort thalassa für Meer. Vielerlei heilsame und wohltuende Behandlungen mit Meerwasser, Salz, Algen, Schlick und Schlamm sind damit gemeint.
Diese Anwendungen gibt’s zwar mittlerweile auch im Rahmen von Wellness-Wochenenden und -Urlauben in Meer-fernen Gegenden, doch ist Thalasso in den Bergen schon ein bisschen wie Skifahren im Ruhrgebiet: nichts Halbes und nichts Ganzes.
Warum? Weil es nicht alleine darauf ankommt, was man auf Haut und Gesicht aufträgt. Zu echtem Thalasso gehört auch das maritime Reizklima, die frische, schadstofffreie Seeluft, das Wandern in der Brandungszone und der Wind, der einem dabei ins Gesicht weht. Erst zusammen mit diesen Umweltreizen entfalten die wohltuenden, entspannenden und heilsamen Thalasso-Anwendungen ihre intensive Wirkung.
Thalasso-Kur oder Wellnesswochenende?
Noch in den 70gern wurde Thalasso vornehmlich als klassische Kur zur Behandlung von Krankheiten angeboten – insbesondere bei chronischen Atemwegserkrankungen, Bronchitis, schwächelndem Immunsystem, Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne.
Erst nach und nach setzte sich der Trend durch, die Heilkräfte des Meeres auch einfach zum Stressabbau, zur Verschönerung und zur Erholung zu nutzen. Gern auch mal nur für ein Wellnesswochenende. So kann man mal „reinschnuppern“ und erleben, was dran ist an den Versprechen: dass Thalasso uns schöner macht, das Bindegewebe strafft, die Abwehrkräfte stärkt und uns neue Energie und ein verbessertes Körpergefühl gibt.
Die Thalasso-Anwendungen
Natürlich passen nicht alle Thalasso-Behandlungen in ein einziges Wochenende, man wird also auf unterschiedliche Angebote treffen. Hier mal ein paar Beispiele, was alles dazu gehören kann:
- Aquagymnastik in warmem Meerwasser: Thalasso ist nicht ausschließlich passiv, sondern umfasst auch sportlich-gymnastische Aktivitäten. Wassergymnastik stärkt die Muskeln, ohne die Gelenke zu belasten – und macht angenehm müde!
- Wandern in der ärosolen Brandungszone: feinste Tröpfchen Salzwasser erreichen die Atemwege, die Anstrengung steigert die Fitness, danach ist die Entspannung im SPA der reinste Genuss.
- Meerwasserbäder, Meersalzpeelings, Abbrausen mit Meerwasserstrahlen verschiedenster Intensität: regt den Stoffwechsel an und macht die Haut wunderbar zart;
- Algen-Packungen: warmer Algenbrei wird auf dem Körper verteilt, dann ruht man in Plastikfolie und Decken eingewickelt aus und genießt die ungewöhnliche Wärme.
- Gesichtspflege, Fußbäder, Massagen und eine gesunde, leichte Ernährung runden vielerorts die Arrangements ab.
Die Ostsee: optimal für ein Wellnesswochenende mit Thalasso
Das für seine Thalasso-Angebote bekannteste deutsche Hotel liegt im Ostseebad Rostock-Warnemünde. Auch in den traditionellen „Kaiserbädern“ auf Usedom werden wir leicht fündig, sowie auf der Insel Rügen und in Kühlungsborn an der Mecklenburgischen Ostseeküste.
Jahreszeitlich eignen sich nicht nur Frühjahr und Sommer. Die gesunden Wirkungen des maritimen Klimas entfalten sich ebenso gut im Herbst und Winter. Wanderungen und Spaziergänge am Strand tun zudem der Seele gut: einmal von all den vielen „Inputs“ der Informationsgesellschaft entspannen, Leere und Weite, Wind und Wasser genießen.
Nach einem solchen Wellnesswochenende an der Ostsee fühlt man sich wie neu geboren – und bekommt Lust, es ein andermal zu wiederholen oder auch mal ein paar Tage für einen richtigen Wellnessurlaub dran zu hängen.



